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Politik

Was bleibt nach den Reden?

Im Hinblick auf den Nationalfeiertag macht sich Standpunkt-Autor Heinz M. Schwyter Gedanken über die Bedeutung der Festreden.

Am 1. August reden sie wieder, die Politikerinnen und Politiker. Sie rufen die Schönheiten und Stärken unseres Landes in Erinnerung. Der Begriff Heimat wird überstrapaziert. Sicher wird auch der Klimawandel viel Raum einnehmen bei den Festrednerinnen und -rednern. Ich bin gespannt auf die Ausführungen von Doris Fiala, die in Turbenthal über Cybersecurity sprechen wird. Irgendwie stört ein solches Thema das traute Zusammensein.

Dabei haben gerade die Vorkommnisse der letzten Wochen gezeigt, dass unsere digitale Herrlichkeit immer anfälliger wird. Rund um den Globus wird gehackt, was das Zeug hergibt. Solange diese Angriffe dazu dienen, unsere Systeme sicherer zu machen, dann habe ich nichts dagegen. Wenn aber Infrastruktur lahmgelegt wird, um eine Art Lösegeld zu erpressen, dann macht mir dies Angst.

Je nach politischer Couleur wird die fehlende Gleichberechtigung am Nationalfeiertag beklagt. Ich bin überzeugt, dass in vielen Reden der unsägliche Gender-Stern oder -Doppelpunkt auftauchen wird. Die Zuhörerinnen und Zuhörer werden sprachlich in Geiselhaft genommen. Gleichberechtigung ganz klar Ja, aber doch nicht über eine unsachgemässe Verwendung der deutschen Sprache. Damit wird kein Lohn angehoben, werden keine dummen Sprüche unterlassen.

«Die wenigsten interessieren sich für die Fakten.»

Ich habe in den letzten vier Jahren zwei Gesundheitsorganisationen geleitet. Wir Männer waren klar in der Minderheit. In den Arbeitsverträgen oder Reglementen wurde die weibliche Form verwendet. Niemand hat sich über diese angebliche Ungerechtigkeit beschwert. Es war einfach normal. Und die Löhne wurden unabhängig des Geschlechts festgelegt, für Männer und Frauen nach den gleichen Massstäben.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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