Als ich am 4. Juni 2021 den Standpunkt von Dominik Landwehr las, glaubte ich, er hätte meinen Standpunkt für diese Ausgabe verfasst. Sollte ich nun etwas anderes aus meinem Themenspeicher herausgreifen?
Nachdem ich jedoch eine Nacht darüber geschlafen hatte, war mir klar: Das Thema «Gendern» ist wichtig, ich will das hier noch weiter ausführen. Einige Ideen, welche in meinem ursprünglichen Beitrag keinen Platz fanden und die Dominik Landwehr auch nicht aufgegriffen hatte, scheinen es mir Wert, darüber zu schreiben.
Wieso ist Gendern ein wichtiges Thema? Die Zeitungsspalten füllen sich zu diesem Thema und es wird kontrovers diskutiert. Dieser Versuch, die Sprache zu verändern, ist ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Wir wollen niemanden diskriminieren, niemanden ausschliessen, alle ansprechen.
«Bauen wir das Deutsche nach dem Vorbild von Esperanto um!»
Das entspricht einem humanistischen und aufklärerischen Weltbild. Und das Thema ist mir wichtiger als jenen Witzbolden, welche sich an der Generalversammlung an die «Lieben Mitglieder und Mitgliederinnen» wenden. Handeln scheint Not zu tun.

