Einer von Yvan Pestalozzis Grundsätzen bei seiner Arbeiten lautet: «Denken wie ein reifer Mensch – sich freuen können wie ein Kind.» Diesem Grundsatz ist Pestalozzi während den 60 Jahren als freischaffender Künstler immer treu geblieben. Davon zeugen auch die rund 100 Werke, die er im Untergeschoss der Villa Flora im Lozzi-Museum präsentiert.
Der Weg zu einem Museum, in den ausschliesslich seine Arbeiten ausgestellt werden können, ist lang. Der Start dazu erfolgte 2012 mit der Gründung der Stiftung Lozzi-Museum. Neun lange Jahre später ist das Ziel nun endlich erreicht. Der in diesem Jahr 84 Jahre alt werdende Pestalozzi hat zwar «immer von einem Bungalow geträumt, in dem ich alle meine Arbeiten ausstellen könnte». In der Villa Flora kommt er seinem Traum ziemlich nahe. In den Ausstellungsräume finden zwar nicht alle seiner 170 Objekte Platz, aber die Räume eignen sich ausgezeichnet für seine Werke. Bedingt durch das künstliche Licht werfen viel seiner filigranen Arbeiten aus Draht ihren Schatten auf die schneeweisen Wände, was einen wunderschönen Effekt ergibt.
Infos über QR-Code
Die Ausstellung ist nach «Themen» gegliedert. In einem Raum hat er die Modelle seiner Grossprojekte und deren Werdegang zusammengefasst. Mehr über diese Objekte kann man erfahren, wenn man den dazugehörenden QR-Code scannt. In einem anderen Raum begegnet man seinen kinetischen, meist sehr farbenfrohen Objekten, die wie die Windspiele nicht nur durch die ausgeklügelte Mechanik, sondern auch durch ihre Ästhetik bestechen. Aber auch den witzig umgesetzten Redewendungen hat er einen Raum gewidmet.
«Ich will die Werke nicht beschreiben, aber beim geistigen Einordnen der Arbeiten helfen.»
Yvan Pestalozzi

