Oberländer helfen blinden und augenkranken Menschen
Die Einwohnerinnen und Einwohner des Zürcher Oberlands vertrauten der CBM Christoffel Blindenmission im Jahr 2020 gesamthaft 382’592 Franken an. Dies schreibt die Organisation in einer Medienmitteilung. Davon waren 155’303 Franken für die Augenarbeit der CBM bestimmt. Dieser Betrag entspreche 3’106 Grauen-Star-Operationen, die komplett und teilweise erblindeten Menschen in Armutsgebieten die Sehkraft zurückgebracht hätten.
Von den weltweit rund 43 Millionen blinden Menschen seien 17 Millionen Personen am Grauen Star erblindet, heisst es weiter. Diese Personen leben vor allem in den Armutsgebieten Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Beim Grauen Star trübt sich die Augenlinse langsam ein, bis die betroffene Person schliesslich erblindet. Der Graue Star ist die global häufigste Ursache für Blindheit – obwohl er korrigierbar wäre: Die trübe Augenlinse kann in einer Operation entfernt und durch eine künstliche, klare Linse ersetzt werden. Dieser Routineeingriff kostet vor Ort umgerechnet nur rund 50 Franken. Für in Armut lebende Familien seien diese Kosten dennoch zu hoch.
Weniger Operationen wegen Corona
Im letzten Jahr ermöglichte die internationale CBM-Föderation 197’000 Graue-Star-Operationen. Die Zahl fiel tiefer aus als 2019 (589’000 Operationen), weil die CBM-geförderten Augenkliniken ihre Dienste während der sich wiederholenden Lockdowns jeweils stark reduzieren bzw. auf die Corona-Nothilfe umstellen mussten. Insgesamt wurden im Jahr 2020 rund 2,4 Millionen Menschen augenmedizinisch untersucht und 900’000 behandelt. (dam)

