Die Kinderbetreuung in Kindertagesstätten geht in der Schweiz zünftig ins Geld. Am teuersten kommt sie Eltern in den Kantonen Bern, Zug und Zürich zu stehen. Da ist es wichtig, dass die Gemeinden die Plätze subventionieren. Ohne diese Unterstützung könnten sich selbst Eltern mit durchschnittlichem Einkommen die externe Kinderbetreuung gar nicht leisten. Wie eine aktuelle Studie der Credit Suisse zeigt, klafft die Spannweite der Kosten, die Eltern selbst zu tragen haben, sehr weit auseinander.
Durchgerechnet hat sie dies anhand einer Durchschnittfamilie: ein Paar mit zwei Kleinkinder von zwei und drei Jahren, die pro Woche je zwei Tage eine Kita besuchen. Das Modellpaar verdient bei einem gemeinsamen Arbeitspensum von 140 Prozent brutto 110‘000 Franken und verfügt über ein Vermögen von 100‘000 Franken.
Gewaltige Spannweite
Diese Musterfamilie müsste in Wollerau (SZ) oder Mendrisio (TI) rund 4700 Franken zahlen. Im Median aller erhobenen Gemeinden – die eine Hälfte liegt darunter, die andere darüber – betragen die jährlichen Betreuungskosten gut 12'100 Franken.
« Unsere Stadt ziert das andere, unrühmliche Ende der Fahnenstange mit 24'200 Franken .»
Advije Delihasani, Gemeinderätin (SP)

