Normalerweise schliessen junge Schweizer Berufsleute ihre Lehre im Alter zwischen 18 und 20 Jahren ab. Nicht so Restaurationsfachfrau Rita Darquea Livia. Sie durfte ihr Fähigkeitszeugnis vor wenigen Wochen im Alter von 25 Jahren entgegennehmen.
Deutsche Sprache als Herausforderung
Die gebürtige Peruanerin ist erst mit knapp 18 Jahren mit ihrer Familie in die Schweiz gekommen. Die obligatorische Schulzeit hatte sie zuvor in ihrer Heimat absolviert. «Ich musste zuerst die deutsche Sprache lernen, um mich dann auch für eine Berufsausbildung bewerben zu können», erzählt sie nach Beendigung ihrer Schicht in ihrem Lehrbetrieb, dem Restaurant Rössli in Illnau. Im zehnten Schuljahr habe sie die Bewerbungsprozesse kennenlernen können.
Im Gastronomiebetrieb von Vreni und René Kaufmann fand sie auf ihrem Ausbildungsweg ihr Glück. Nach einer zweijährigen Ausbildung in einem Personalrestaurant, die sie mit der Note 5,4 als damalige Kantonsbeste abgeschlossen hat, sei sie von ihrem Vorgesetzten dem «Rössli»-Wirt René Kaufmann als Lehrtochter empfohlen worden.
Im «Rössli» hat die Winterthurerin ihre Traum-Lehrstelle gefunden. Nach ihrem Lehrabschluss mit dem Notenschnitt von 5,3 – einer der Kantonsbesten – bleibt sie dem Betrieb vorderhand erhalten. «Ich will im Beruf nun zuerst weitere Erfahrungen sammeln».

