Sie kamen aus der ganzen Schweiz und sogar aus Lichtenstein, um sich gratis ein paar lebende Hühner zu ergattern. Eierproduzent Philip Ogg hatte zusammen mit der Kollbrunner Susy Utzinger Stiftung für Tierschutz zu sich nach Watt eingeladen. Innert 90 Minuten konnte für alle 670 ausgedienten Legehennen ein neues Daheim gefunden werden. Kein einziges Tier musste zum Schlachthof gebracht werden.
Legehennen haben normalerweise ein eher kurzes Dasein. Bereits nach zehn bis zwölf Monaten nimmt ihre Eierleistung ab und auch die Schalenqualität wird schlechter. Für die Eier können deshalb nicht mehr so gut verkauft werden. Und so landen die Hühner in der Regel im Schlachthaus – nicht so allerdings bei Philip Ogg.
Der Watter Landwirt arbeitet seit Jahren mit der Susy Utzinger Stiftung zusammen, welche jeweils nach Abnehmern für die Tiere sucht. «Bereits um 7 Uhr standen die ersten Leute vor dem Stall», erzählt Ogg. Damit die Aktion möglichst tierfreundlich ablief, blieben an diesem Tag die Rollläden im Stall unten. In der Dunkelheit blieben die Hühner ruhig auf ihrem Stängelchen sitzen und konnten problemlos eingesammelt und danach draussen an die Abnehmer verteilt werden.
Frische Eier aus dem Garten
Laut Ogg handelt es sich bei den Interessenten häufig um Private, welche die Tiere im eigenen Garten unterbringen, um so in den Genuss von frischen Eiern zu kommen. Aber auch Hofbesitzer würden jeweils einige Hennen abholen, um dann die Nachbarschaft mit frischen Eiern zu versorgen.

