Ausgerechnet jetzt, wo die Corona-Restriktionen für Veranstalter fallen oder zumindest entschärft werden, vermelden die Verantwortlichen des Dübendorfer Kinos Orion: Das Sommerkino findet nicht statt. Es ist die nunmehr dritte Absage in Folge. 2019 lag es an den Finanzen und am Personalmangel. 2020 war Corona schuld. Und 2021 kam alles irgendwie zusammen.
«Das Sommerkino zu organisieren, ist sehr aufwendig», sagt Betriebsleiter Eric Kuhnt. Und aufgrund des kurzfristigen Entscheids des Bundesrats habe die Zeit am Ende einfach nicht gereicht. Dies auch, weil es im Team seit der letzten Durchführung diverse personelle Wechsel gegeben habe. Dadurch sei es auch nicht möglich gewesen, auf die Erfahrung früherer Jahre zurückzugreifen.
Einnahmen nicht gratis zu haben
Ein weiteres Problem seien die Finanzen. «Um das Sommerkino kostendeckend durchzuführen, sind wir auf Sponsoren angewiesen», sagt Kuhnt. Allerdings seien in den letzten Jahren mehrere abgesprungen. Und neue zu finden sei enorm schwierig – erst recht mit einer kurzen Vorlaufzeit.
Deswegen das Prinzip des Gratiseintritts aufzugeben, stehe aber nicht zur Debatte. «Das ist unsere Möglichkeit, als Verein, der auch von öffentlichen Zuwendungen profitiert, etwas an die Bevölkerung zurückzugeben.» Ausserdem wären kostenpflichtige Vorstellungen laut Kuhnt mit deutlichem Mehraufwand verbunden. «Wir müssten einen Sichtschutz installieren und eine Eingangskontrolle vornehmen, was den Aufwand noch vergrössern und mehr Helfer erfordern würde.»

