Vor gut zwei Jahren informierten der Kanton und die Stadt Wetzikon letztmals offiziell über die Westtangente, die das Zentrum von Kempten und Oberwetzikon vom Verkehr entlasten soll. Schon damals war allerdings klar, dass es bei der Realisierung des letzten Stücks zwischen der Industriestrasse und der Anbindung an die Pfäffikerstrasse auf Höhe der Breitistrasse Probleme geben wird.
Gröbere Probleme, wie nun klar ist. Die damals vorgesehene Strassenführung liegt nämlich am südöstlichen Rand des bundesrechtlich geschützten Pfäffikerseegebiets. Und sie tangiert an zwei Stellen Gebiete, die im Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN) sind respektive als Moorlandschaft von nationaler Bedeutung gelten.
Schutzzone ist tabu
Nachdem die Politik und die Bevölkerung seither über das weitere Vorgehen im Unklaren gelassen worden sind, schafft die Antwort des Stadtrates auf eine Interpellation von Elmar Weilenmann (BDP) nun Klarheit: « Die Erkenntnisse aus den bisherigen Planungen zeigen, dass es keine zweckmässige Linienführung für die Westtangente gibt, ohne den Perimeter der Schutzzone zu tangieren oder starke Eingriffe in Privatgrundstücke vorzunehmen (Gebäudeabbruch) » , schreibt die Wetziker Exekutive.

