Das Haus an der Tösstalstrasse 95 wirkt eher unscheinbar. Doch die modischen Kleider im Schaufenster sind durchaus ein Anziehungspunkt. Erbaut wurde das Gebäude 1898, wie bei der Leitung Hochbau in der Gemeindeverwaltung zu erfahren ist. Es steht auf geschichtsträchtigem Grund. Nämlich auf Steinen, auf welchen einst das Schloss Breitenlandenberg über Turbenthal gethront hatte.
Sie wurden dort seinerzeit abgetragen und im Dorf verbaut. Das weiss Hansruedi Stahel. Der 77-Jährige verbrachte seine Kinder- und Jugendjahre an der Tösstalstrasse 95. «Man konnte dies bei einem Umbau des Untergrundes nachweisen», erklärt er. Der als «Tößthaler»-Standpunktautor bekannte Turbenthaler blickt zurück auf die Zeit, als seine Eltern das Kleidergeschäft im Parterre geführt hatten und die Familie im Obergeschoss wohnte.
Seit Generationen im Tösstal
Die Familie Stahel sei seit jeher im Tösstal ansässig, berichtet er. Weiter erzählt er, dass der Vater Fritz Stahel – auch «Pünktistahl» genannt (siehe Box) – in Rikon aufgewachsen ist. Er absolvierte die Handelsschule, dann zog es ihn ins Ausland. Er war sowohl in England wie auch in Frankreich, welches er kurz vor der Invasion der deutschen Wehrmacht verliess.
«Meine Mutter hatte ein strenges Leben.»
Hansruedi Stahel

