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Politik

Gericht verhindert Bau von umstrittenem Rinderstall in Aathal

Auch der fünfte Anlauf von Ruedi Bachofen für den Bau eines Grossstalls ist gescheitert. Das Verwaltungsgericht hat nach Intervention von Anwohnern das Projekt in Seegräben gestoppt.

Seit neun Jahren ist der Seegräbner Bauer Ruedi Bachofen auf der Suche nach einem Standort für einen neuen Grossstall. Sein mitten im Dorfteil Aathal gelegener Stall ist mit 61 Jahren nicht nur veraltet, sondern aus wirtschaftlichen Gründen auch zu klein. Um die Zukunft des Betriebs zu sichern, will er den heute 37 Kühe und 22 Jungtiere umfassenden Hof ausbauen und zwar kräftig auf 108 Grosstiere.

Widerstand der Anwohner

Heute, nach fünf Anläufen und rund 150 Plänen sowie 1000 Seiten Papier, ist er so weit wie zu Beginn. Vor kurzem hat das Zürcher Verwaltungsgericht sein jüngstes Projekt auf der Weierwiesen unterhalb der Aretshalde beerdigt. 300 Meter vom heutigen Stall entfernt hätten die neuen Gebäude – neben dem 60 Meter langen und 28 Meter breiten Stall ein Futterhaus, ein Melkhaus, zwei Silos sowie eine Jauchegrube – auf einer Wiese erstellt werden sollen. Auf dieser weidet Bachofen heute schon seine Kühe, wenn er sie vom Stall über die Strasse dorthin getrieben hat.

Gescheitert ist das Vorhaben am Widerstand der Anwohner – wie schon bei den Anläufen zwei, drei und vier. Diese hatte er im Ortsteil Sack nahe des Robänkli-Quartiers auf der Grenze zu Wetzikon sowie auf der Weid beim ehemaligen Schützenhaus geplant. Das erste Projekt hatte er noch südlich der Aretshalden im Juhee vorgesehen. Hier machte ihm aber die Moorschutzverordnung einen Strich durch die Rechnung.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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