Wir hatten keine andere Wahl. Das ist die Botschaft, die Verteidigungsministerin Viola Amherd am Mittwoch vor den Medien wiederholt, bei jeder kritischen Frage der Journalisten, immer und immer wieder.
Die F-35, das umstrittene Kampfflugzeug aus den USA, hergestellt von Lockheed Martin: mit Abstand das günstigste, mit Abstand das beste. Der Preis: gut 5 Milliarden Franken für die Beschaffung, total 15,5 Milliarden über die nächsten 30 Jahre – 2 Milliarden weniger als der zweitplatzierte Kandidat. Die Qualität: Bestnoten in den Bereichen Wirksamkeit, Produktsupport und Kooperation, kleine Abstriche nur im Bereich der Kompensationsgeschäfte für die Schweizer Industrie.
Ein gleichwertiges Angebot anderer Anbieter habe es nicht gegeben, sagt Verteidigungsministerin Viola Amherd am Mittwoch vor den Medien. (Wir berichteten live von der Medienkonferenz.) Es sei immer klar gewesen, dass man nur den Jet mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis nehmen könne. Keine andere Wahl.
So hat der Gesamtbundesrat an seiner Sitzung vom Mittwoch denn entschieden, dem Parlament den Kauf von 36 Maschinen des Typs F-35 zu beantragen. Zusätzlich möchte die Regierung noch das ebenfalls amerikanische Luftabwehrsystem Patriot erwerben – für weitere 2 Milliarden Franken.
Europäer gehen leer aus

