Die Gemeindeversammlung vom Montagabend in der Dreifachturnhalle des Pfäffiker Schulhauses Mettlen könnte man als Lehrstück dafür nehmen, wie man als Interessengruppe seine Ziele erreichen kann. Wichtigstes Instrument war wohl, dass klare Anträge vorgelegt wurden, was wiederum nur möglich war, weil man sich im Vorfeld über die zu erreichenden Ziele geeinigt hatte.
Hinzu kam dann noch, dass die Antragsteller klar sagten, was sie warum wollten und diszipliniert argumentierten, ohne endlos abzuschweifen. Mit diesem Mix wurde bei praktisch allen Anträgen fast einstimmige Zustimmung erreicht. Und das war bei der grossen Anzahl anwesenden Stimmberechtigten nicht selbstverständlich.
Traum der Exekutiven
Vor zwei Wochen erschienen rund 260 Stimmberechtigte zur Gemeindeversammlung im Chesselhuus erschienen, in dem Covid-19-bedingt nur 200 Leute Platz fanden. So musste die Versammlung verschoben werden. Am Montagabend nahmen trotz Sturm, Hagel, Regen und dem EM-Fussballspiel der Schweiz gegen Frankreich 419 Stimmberechtiget Platz in der Turnhalle, begleite von rund drei Dutzend nicht Stimmberechtigten auf der Tribüne.
Zustände also, von denen Exekutiven nur Träumen können. Gemeindepräsident Marco Hirzel (SVP): «Es ist schön, so viele – vor allem junge Stimmberechtigte – begrüssen zu dürfen. Ich hoffe, euch auch in Zukunft an Gemeindeversammlungen willkommen zu heissen.»

