Wird sie so riesig wie die Letzte? Oder gar grösser? Das war die grosse Unbekannte bei der Juni-Ausgabe der Critical Mass vom Freitagabend.
Laut ersten Schätzungen haben etwa gleich viele Velofahrende mitgemacht wie am Freitag vor vier Wochen. Bis der Zug um acht Uhr das Central passiert hat, vergeht knapp eine halbe Stunde. Bei der letzten Ausgabe erstreckte sich die Kolonne etwa ähnlich lang. Ein Teilnehmer zählt am Freitagabend über 4000 Velos.
Der Andrang von Ende Mai hatte selbst den Kern der Bewegung und die Polizei überrascht. Dieses Mal haben sich die Sympathisantinnen auf eine starke Beteiligung vorbereitet. Damit sich die vielen Velofahrenden besser an die Regeln des Anlasses halten, wurden sie vor der Rundfahrt via Lautsprecher, Flyer und in den Chat-Kanälen darüber aufgeklärt. Zumindest zu Beginn scheint das zu funktionieren. Auf der Gegenfahrbahn fährt niemand, die Trottoirs bleiben mehrheitlich frei.
Besammelt haben sich die Velofahrenden wie jeden letzten Freitag im Monat um 18.45 Uhr beim Bürkliplatz. Die Stadthausanlage füllt sich rasch. Es sind mehrheitlich junge Menschen, auch Eltern mit Kindern radeln mit. Um etwa viertel nach sieben geht es los dem See entlang Richtung Bahnhof Enge. Von dort führt die Route, über die spontan entschieden wird, durch die Innenstadt und die Europaallee Richtung Hardbrücke. An der Spitze und am Schluss pedalen auch Stadtpolizistinnen vom Dialogteam mit.

