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Politik

Die Europäer setzen alles daran, den US-Jet F-35 abzuschiessen

Am Mittwoch soll der Bundesrat entscheiden, welchem der vier Kampfjet-Bewerber er den Vorzug gibt. Hinter den Kulissen läuft derzeit ein Kampf auf höchster Geheimhaltungsstufe.

Nachdem am Montag die Meldung die Runde gemacht hat, Verteidigungsministerin Viola Amherd (Die Mitte) beantrage dem Bundesrat, den US-Tarnkappen-Jet F-35 anzuschaffen, ist derzeit unklarer denn je, welcher der insgesamt vier Anbieter tatsächlich das Rennen machen wird. Bestätigt ist bis jetzt nicht einmal, was Amherd selber genau will.

Die SRF-«Rundschau» und die NZZ berichteten am Montag, die F-35 habe in der technischen Evaluation am besten abgeschnitten. Zudem habe die Herstellerfirma Lockheed Martin dem Verteidigungsdepartement (VBS) auch wirtschaftlich das attraktivste Angebot unterbreitet.

Ein Sieg der F-35 in der technischen Evaluation muss aber nicht zwingend heissen, dass Amherd (auch wenn mehrere Medien das so schreiben) im Gesamtbundesrat tatsächlich den formellen Antrag stellt, die F-35 zu kaufen.

Und selbst wenn das der Fall wäre, könnte der Bundesrat unter Berücksichtigung gesamtpolitischer Überlegungen anders entscheiden als von Amherd angeblich beantragt – das heisst: zuungunsten der F-35. Gespräche mit verschiedenen gut informierten Angestellten der Bundesverwaltung ergeben folgendes Bild: Es gibt im Vorfeld des Entscheids über das grösste Schweizer Rüstungsprojekt aller Zeiten innerhalb der Bundesverwaltung zwei Gruppierungen.

Auf welcher Flughöhe wird entschieden?

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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