Das letzte der drei Abstimmungsgeschäfte hat am Montag an der Seegräbner Gemeindeversammlung, die wegen der Corona-Schutzmassnahmen wieder im Exil in Wetzikon stattfand, am meisten zu diskutieren gegeben. Nicht weniger als elf Wortmeldungen – für Seegräbner Verhältnisse eine gewaltige Diskussion – gab es zum Thema neues WC.
Für 290‘000 Franken wird noch in diesem Herbst zwischen der Seegräbner Badi und dem Bootssteg eine neue Toilettenanlage erstellt werden. Die Hälfte des Betrages wird das kantonale Amt für Raumplanung übernehmen, die andere Hälfe müssen die Seegräbner tragen. Das ganzjährig offene und behindertengerechte WC wird das Plumpsklo der Seebadi, das nur während der Badesaison benutzbar ist, sowie das über die Wintermonate aufgestellte Toitoi an der Schiffländi überflüssig machen.
Behindertengerechte Anlage
Gesundheitsvorsteherin Katharina Hefti (parteilos) vermochte die Hälfte der 68 anwesenden Stimmberechtigten von den Vorzügen der neuen Anlage zu überzeugen. Die Anlage wird unterhaltsarm sowie Vandalen sicher sein. Zudem wird das WC für die Benutzer kostenlos sein.
Nachdem schon die RPK den Kredit kritisiert und sich für dessen Ablehnung ausgesprochen hatte, hagelte es auch aus der Versammlung skeptische Stimmen: zu teuer, zu weit weg von der Badi, zu klein. Es sei nicht einzusehen, weshalb so viel Geld investiert werden solle in eine Anlage, die vor allem Auswärtigen zugutekäme. Gemeindepräsident Marco Pezzatti (FDP) wies darauf hin, dass es eigentlich nur den einen ausgewählten Standort gebe, an dem die vom Gewässerschutz her geforderten 20 Meter Abstand zum See eingehalten werde sowie flaches Terrain vorhanden sei. So wurde der Kredit denkbar knapp mit 34 gegen 31 Stimmen angenommen. Drei Personen enthielten sich der Stimme.

