Wer sich mit Rütis Industriegeschichte befasst, kommt nicht um sie herum: Die Joweid. Einst Zentrum der blühenden Textilindustrie reicht die Geschichte des Areals zurück bis ins Jahr 1847. Heute stehen die Maschinen längst still, die letzte Webmaschine wurde 2009 nach Wetzikon transportiert. Nun schlägt die Eigentümerin des Areals die Joweid Rüti Immobilien AG ein neues Kapitel in der Geschichte der Joweid auf. In Zusammenarbeit mit den Gemeinden Dürnten und Rüti soll der Joweid ein modernes Gewand verpasst werden.
Im kürzlich veröffentlichten Masterplan wird ersichtlich, wie sich das 9,3 Hektaren grosse Joweid-Areal, das heute hauptsächlich gewerblich genutzt wird, über die nächsten Jahre entwickeln soll. Es biete aufgrund der zentrumsnahen Lage grosses Potenzial für eine künftige Mischnutzung mit zusätzlichem Wohnraum, Dienstleistungen oder kulturellen Nutzungen, heisst es in der Medienmitteilung der Eigentümerin.
«Erfolgreiche Zusammenarbeit»
«Unser oberstes Ziel ist, dass die bisherigen Mieterinnen und Mieter auch weiterhin bei uns bleiben. Wir wollen keine Arbeitsplätze gefährden, sondern ausbauen», sagt Andreas Müller, Geschäftsführer der Immoliga AG. Die Joweid soll weiterhin ein attraktiver Standort für Firmen sein, bekräftigt er.
Rund ein Jahr lang arbeiteten die beiden Gemeinden und die Eigentümerin am Masterplan. Müller spricht von einer «sehr erfolgreichen und sehr guten Zusammenarbeit» zwischen Dürnten, Rüti und der Joweid Rüti Immobilien AG. Das betreffe aber auch alle anderen involvierten Stellen: Den Kanton mit dem Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) sowie die Denkmalpflege. «Durchs Band haben alle sehr interessiert und sehr positiv auf das Projekt reagiert.»

