83 Stimmberechtigte fanden am Mittwochabend den Weg in die Reformierte Kirche Hinwil. Ausgerüstet mit Maske und Desinfektionsmittel suchten sie sich ihren Platz und wappneten sich für einen langen Abend; es standen zehn Geschäfte im Rahmen der politischen Gemeindeversammlung und der Versammlung der Schulgemeinde auf dem Plan.
Im Rahmen der Teilrevision der Bau- und Zonenordnung gaben nicht etwa die geplanten Umzonungen zu reden, sondern die drei Waldabstandslinien Ringwilerstrasse, Schönenberg und Rütibach. Ein Stimmbürger kritisierte, dass die Gemeinde diese Abstände einst auf 5 bis 15 Meter festlegte, diese vom Kanton dann aber auf 30 Meter vergrössert wurden.
Er beantragte der Gemeindeversammlung, die ursprüngliche Festlegung der Gemeinde wieder in die Teilrevision der Nutzungsplanung aufzunehmen. Dem Antrag wurde mit grosser Mehrheit zugestimmt. Gemeindepräsident Germano Tezzele (SVP) wies darauf hin, dass es zwar im Interesse der Gemeinde sei, die Abstandslinien wieder auf 15 Meter einzukürzen. «Die finale Entscheidung liegt aber nach wie vor beim Kanton.»
Hohe Wachstumsrate
Ein anderer Stimmbürger kritisierte die geplante Mehrwertabgabe von 25 Prozent. Seit Anfang 2021 ist ein sogenanntes Mehrwertausgleichsgesetz in Kraft. Mit dieser Abgabe soll ein Teil des Mehrwerts, der ein Grundstück durch eine Planungsmassnahme wie beispielsweise bei einer Einzonung erhält, abgeschöpft werden.

