Was für ein Geflecht wohl entsteht, wenn irgendjemand die Wege, die wir im Leben gehen, mit einem Faden auf einem Reissbrett nachzieht? Wie stark wohl die Knoten dort wären, wo man sich mit anderen getroffen hat, wo man sich weiterhin trifft? Vielleicht halten wir uns an den immer gleichen Orten auf wie andere, aber zu einer anderen Zeit – wären unsere Fäden dann trotzdem ineinander verwoben?
Eine Geschichte über Menschen zu erzählen, die um ein paar Ecken miteinander verbunden sind, zum Teil, ohne es zu wissen, und diese Leute auf eine neue Art und Weise zusammenzubringen – so könnte man die Idee beschreiben, die Lisa und Markus Bless aus Dürnten an ihrer Kunstausstellung « Lipsi Coulentianos Bless » verfolgen.
Sie wird im eigenen, neuen Atelierhaus in Dürnten gezeigt und umfasst nicht nur Exponate von ihnen selber, sondern auch solche der längst verstorbenen Bildhauer Morice Lipsi und Costa Coulentianos. Der gebürtige Pole und der gebürtige Grieche zählten beide zur École de Paris, zur Pariser Kunstszene, die in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts massgeblich von einigen nicht-französischen Künstlern geprägt wurde.
Lipsi war 1912 als vierzehnjähriger von Polen nach Paris gezogen. Dort lebte er unter einem Dach mit international bekannten Künstlern wie Marc Chagall und gehörte nach dem Zweiten Weltkrieg zu den bedeutendsten Bildhauern abstrakter , monumentaler Steinskulpturen . 1982 zog er nach Küsnacht, wo er 1986 starb. Coulentianos hatte an der School of Fine Art in Athen studiert und zog 1945 nach Paris, wo er an zahlreichen Ausstellungen teilnahm.
Immer künstlerisch tätig

