Wie kamen Sie auf das Thema Internierte im Tösstal und Winterthur?
Dominik Landwehr: Es gibt viele Berichte zum Thema Internierte in verschiedenen Teil der Schweiz. Ich wollte wissen, wie es damit im Tösstal aussieht. Schon meine erste Anfrage war ein Volltreffer: Der Historiker Wolfgang Wahl aus Wila sagte mir, dass es im Ortsmuseum Wila drei Gemälde gibt, die von Internierten gemalt wurden.
Er war am Thema auch interessiert und zwar im Hinblick auf eine spätere Ausstellung im Ortsmuseum. Deshalb haben wir uns schon ganz früh in meinen Recherchen zusammengetan und unsere Resultate ausgetauscht. Dadurch konnten wir in der relativ kurzen Zeit von einem halben Jahr sehr viel Informationen gewinnen.
Woher kommt Ihre Begeisterung für dieses Thema?
Die Begeisterung kam erst mit der Zeit. Zunächst war es einfach mal eine Recherche. Wir haben relativ schnell spannendes Material gefunden. Egal wo man hinschaute, überall gab es etwas zu entdecken.
« Die wenigen Leute, die sich noch an diese Zeit erinnern, waren damals Kinder. »
Was waren die grössten Schwierigkeiten bei Ihren Nachforschungen?
Es gibt keine systematischen Darstellungen zu unserem Thema, auch nicht in den offiziellen Archiven wie etwa im Staatsarchiv in Zürich oder im Bundesarchiv in Bern. Das gilt auch für die Zeitzeugen. Die wenigen Leute, die sich noch an diese Zeit erinnern, waren damals Kinder. Alle anderen sind längst gestorben.

