Ottiker gewinnt Cannes-Award
Die Nachricht erhielt Joachim H. Böttcher aus Ottikon bei Kemptthal mit Leidenschaft fürs Drehbuchschreiben, per Email: «Ihr Drehbuch zum Kinospielfilm «Alex*» über einen intersexuellen Banker hat bei der Jury grosse Aufmerksamkeit erregt und erhält bei den Cannes Film Awards 2021 den Preis als bestes nicht-produziertes europäisches Drehbuch.»
Ein paar Tage zuvor hatte Böttcher überhaupt erst die Nachricht bekommen, hierfür nominiert worden zu sein. «Das ist der absolute Oberhammer», freut sich Böttcher, der mehr als zwei Jahre lang fast jede Minute seiner Freizeit in dieses Projekt gesteckt hat.
Zürcher Filmemacherin plant Verfilmung
Kaum wurde die Auszeichnung publik, habe sich auch schon die Zürcher Filmemacherin Caroline Wloka bei Joachim H. Böttcher gemeldet. Ihre Filmproduktions-Gesellschaft Cine Royal Productions GmbH will Böttchers Drehbuch im Jahr 2022 produzieren und in die Kinos bringen.
« Mehr als 500 vor allem ausländische Filmfestivals baten mich seitdem, mein Script bei ihren Festivals ebenfalls ins Rennen zu schicken », teilt Böttcher in einer Medienmitteilung mit.
Zum Thema Film fand der 52-jährige Böttcher, seit sechs Jahren in der Schweiz lebender Deutscher aus dem Rhein-Main-Gebiet, durch seinen Bruder und seine beiden Cousins. Mit diesen besuchte er als Teenager regelmässig am Dienstagabend einen Jugendclub. «Das Geld war seinerzeit extrem knapp. Aber Dienstag war Kinotag in einem Kino in der Nähe, und so war es für uns erschwinglich», erinnert sich Böttcher.

