«So, jetzt wachsed guet», murmle ich vor mich hin, als ich über das frisch gepflanzte Gemüsebeet schaue. Mein jüngster Sohn doppelt nach beim Andrücken der Erde um die Randensetzlinge: «Wachsed gschnäll, dass mir gli volli Täller hend!»
Mein Zweitjüngster stellt zwei Giesskannen neben uns ab. Grinsend meint er: «Au wenn emal niemert ume isch, ihr hend immer no Öpper zum gspröchle.» Er bringe uns noch, so fügt er hinzu, pestizidfreies Wasser als Beitrag zum guten Gelingen. Ich kontere zügig, dass ich ihn bei Annahme der Initiativen zum ersten Schneckensammler in unserem Garten ernenne.
Schon sind wir wieder mitten in politischen Diskussionen. Ganz unschuldig bin ich an unserem Faible über politische Themen zu debattieren nicht. Von Kindsbeinen an kenne ich diese Dialoge. Am Esstisch geführt mit verschiedensten Personen.
«Die heutige Sintflut an Informationen kannte ich damals nicht.»
Mal ruhig, mal hitzig. Aber da war nie ein zorniges, überhastetes Aufbrechen. Als Kind ein höchst spannender Lehrblätz. Wie ich es von meinen Eltern vorserviert bekam, ist mir das Anliegen, verschiedenen Meinungen zuzuhören und einen gangbaren Konsens zu finden, wichtig. Das versuche ich auch meinen Kindern weiterzugeben.

