Feuchtigkeitsmesser melden den Wasserstand im Blumenbeet, CO2-Sensoren regeln die Raumlüftung, Mikrosensoren überwachen den Patienten, Chips erleichtern die Organisation von Warenlagern, Ampeln und Strassenlaternen bestellen selbst den Servicetechniker, Fühler lösen Hochwasseralarm aus: Der Alltag und die Umwelt werden sukzessive über das Internet vernetzt und vermessen. Bereits sind Milliarden kleine und kleinste Sensoren, Fühler und Steuerelemente in Betrieb – ohne dass wir das richtig wahrnehmen.
Fachleute reden vom Internet der Dinge und sehen in der digitalen Vernetzung eine grosse Hilfe für den Alltag, für industrielle Prozesse und für die Datenerhebung der Wissenschaft. Aber auch wenn diese Mikroelektronik kaum elektrische Energie verbraucht, sie ist trotzdem meistens auf eine Batterie angewiesen.
Der Energieaufwand für deren Herstellung kann laut deutschem Umweltbundesamt 40- bis 500-mal grösser sein, als die Batterie je zur Verfügung stellt. Dazu kommt: Es ist früher oder später eine grosse Menge an elektronischem Abfall vorprogrammiert.
Stromspeicher ohne toxische Stoffe
Gustav Nyström und sein Forschungsteam an der Empa Dübendorf verfolgen diese Entwicklung schon lange. So suchen sie nach nachhaltigen Materialien, um möglichst ökologisch Energie produzieren zu können – und stellen eine erstaunliche Lösung vor. Xavier Aeby und Gustav Nyström haben ein Konzept für einen biologisch abbaubaren, sprich kompostierbaren Stromspeicher entwickelt. «Ziel war es, keine toxischen Stoffe zu verwenden», sagt Nyström.

