Tausende von Gästen und Pilgern hat der Triebwagen 5 der Südostbahn einst von Arth-Goldau, Rapperswil oder Wädenswil ins Klosterdorf Einsiedeln transportiert. Das brachte ihm den liebevollen Übernamen «Klostertram» ein. Für andere war er schlichtweg der «Glaskasten», weil seine grossen Panoramafenster einen guten Blick auf die vorbeiziehende Landschaft boten.
Bis zu seiner Ausrangierung 2001 hat das «Klostertram» über drei Millionen Kilometer zurückgelegt. Ab Sommer 2022 sollen noch viele weitere dazukommen, unter anderem auf der Strecke des Dampfbahn-Vereins Zürcher Oberland (DVZO) zwischen Bauma und Hinwil.
Den Abbruch verhindert
So zumindest sehen es die Pläne des Vereins Historischer Triebwagen 5 vor, wie er in einer Mitteilung schreibt. Seine Gründungsmitglieder verhinderten vor gut zehn Jahren den Abbruch des historischen Fahrzeugs. Sie wollten dieses für die Nachwelt erhalten und wieder in betriebsfähigen Zustand bringen. Für einen symbolischen Betrag wechselte das «Klostertram» den Besitzer und gehört seither dem Verein.
Im Jahr 2010 erfolgte die Überfuhr von Arth Goldau, wo der Triebwagen bisher abgestellt war, in die Remise der ehemaligen Tösstalbahn in Wald. Dort angekommen, nahmen Freiwillige die Restaurierung in Angriff. Keine einfache Aufgabe. Hatte der Zahn der Zeit seit der Inbetriebsetzung 1939/40 doch einige Spuren am Fahrzeug hinterlassen. So musste es erst einmal in seine Einzelteile zerlegt und vom Schmutz befreit werden.

