«Einmal in der Woche die Blätter vom Trommelschreiber wechseln und einmal im Monat mit den Kindern einen Spaziergang zu den Quellen unternehmen.» Diese Worte überzeugten Richard Kägi 1986, den Auftrag als Brunnenmeister von Turbenthal zu übernehmen. «So haben sie mich geangelt», erinnert er sich.
Der Brunnenmeister hat nicht direkt mit Brunnen zu tun, der Ausdruck stammt von früher. Denn Grundwassererfassungen werden Brunnen genannt.
Nur spärlich Pläne
Dass diese Aussage geschönt war, merkte Kägi bald – Einladungen zu Kommissionssitzungen, Rapporte schreiben, Reservoirs und Wasserleitungen warten und gegebenenfalls reparieren – der Arbeitsaufwand hinter der Funktion war wesentlich grösser. Denn er musste feststellen, dass für die Wasserversorgung nur spärlich Pläne existierten.
«Die einen hatten Wasser, die anderen Geld.»
Richard Kägi, Brunnenmeister Turbenthal

