Abo

Politik

60er-Jahre Siedlung weicht Holzkonstruktionen mit Gartenhof

Die 60er-Jahre Siedlung Pünt im Zentrum Eggs muss abgerissen werden. Nach jahrelangem Planungsprozess ist nun bekannt, wie der Ersatzneubau aussehen soll.

Der rund zweiminütige Gehweg vom Bahnhof Egg zur zentrumsnahen «Wohnsiedlung Pünt» der Siedlungsgenossenschaft Eigengrund (SGE) gleicht einer Zeitreise zurück in die 60er Jahre. Auf einer Fläche von rund 8000 Quadratmetern stehen sieben gelb-beige Wohnblöcke, die insgesamt 64 Wohnungen beherbergen. Mit ihrer geradlinig schlichten und monotonen Optik sind sie Zeitzeugen des damaligen Baubooms. Zwischen den Gebäuden befindet sich ein grosser Parkplatz – der Asphalt rissig, die gelben Markierungen ausgebleicht. Auch der etwas marode anmutende Spielplatz nebenan lädt nicht gerade zum Spielen ein.

In fünf Jahren soll hier alles anders aussehen. Die gesamte Wohnsiedlung wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. Pandemiebedingt konnte die SGE das geplante Projekt bisher nicht an einem öffentlichen Anlass präsentieren. Stattdessen gibt sie derzeit in der öffentlichen Ausstellung «Pünt-Info-Tour» – nummerierte Infotafeln mit Visualisierungen, die an den verschiedenen Wohnblöcken vorbeiführen – einen Einblick in die künftige Siedlung, die voraussichtlich ab 2024 gebaut und ab 2026 bewohnt werden soll.

Ersatz statt Sanierung

Die jetzige Siedlung entspricht nicht nur optisch, sondern gemäss der SGE auch «in Sachen Nachhaltigkeit und Komfort nicht mehr heutigen Standards». Zum Vergleich: Der Energieverbrauch der Siedlung Pünt sei pro Quadratmeter siebenmal grösser als derjenige der SGE-Neubausiedlung Letzigraben in Zürich. Erbaut wurde die Pünt 1968, zuletzt saniert in den 80er Jahren.

Abo

Möchten Sie weiterlesen?

Liebe Leserin, lieber Leser

Nichts ist gratis im Leben, auch nicht Qualitätsjournalismus aus der Region. Wir liefern Ihnen Tag für Tag relevante Informationen aus Ihrer Region, wir wollen Ihnen die vielen Facetten des Alltagslebens zeigen und wir versuchen, Zusammenhänge und gesellschaftliche Probleme zu beleuchten. Sie können unsere Arbeit unterstützen mit einem Kauf unserer Abos. Vielen Dank!

Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

Sie sind bereits Abonnent? Dann melden Sie sich hier an

Digital-Abo

Mit dem Digital-Abo profitieren Sie von vielen Vorteilen und können die Inhalte auf zueriost.ch uneingeschränkt nutzen.

Sind Sie bereits angemeldet und sehen trotzdem nicht den gesamten Artikel?

Dann lösen Sie hier ein aktuelles Abo.

Fehler gefunden?

Jetzt melden.