Zahlreiche Rücktritte in Seegräbner Behörden
Der Seegräbner Gemeinderat formuliert es positiv: Fünf der sieben Gemeinderäte stellen sich für eine weitere Amtsdauer zur Verfügung, darunter Gemeindepräsident Marco Pezzatti (FDP). Finanzvorstand Reto Steinmann (FDP) hingegen werde keine dritte Legislatur mehr anhängen. Ebenfalls nach acht Amtsjahren habe sich Philipp Küng (parteilos) entschieden, das Präsidium der Schulpflege in neue Hände zu geben.
Wie der Gemeinderat in einer Mitteilung schreibt, sei er zufrieden, dass sich fast überall eine «wünschenswerte sukzessive Erneuerung» abzeichne. Diese verhindere, dass Wissen verloren gehe. Einzig in der RPK würden in der kommenden Legislatur mehr neue wie bisherige Mitglieder Einsitz nehmen.
Langjährige gehen
In der Schulpflege werde neben dem Präsidium ein weiterer Sitz neu zu besetzen sein. Alexandra Wolf (parteilos) verlässt das Gremium nach sieben Jahren. Eine ähnliche Situation zeichne sich in der Rechnungsprüfungskommission ab. Thomas Meyer (SVP) wirkte während 16 Jahren in der Kommission, wobei die letzten zwölf als deren Präsident.
Ab Juli 2022 wird die RPK somit unter neuer Führung stehen. Mit Lucian Caflisch (parteilos) habe bereits ein erfahrenes, bisheriges Mitglied seine Ambitionen dafür angemeldet. Nach je zwölf Amtsjahren haben sich auch Fredy Fisch (parteilos) und Lukas Pfirter (SVP) entschieden, ihre Sitze zur Verfügung zu stellen, schreibt der Gemeinderat weiter.
Sozialbehörde wird aufgelöst
Durch die Einführung der neuen Gemeindeordnung auf Anfang 2022 würden die Sozialbehörde und die Bürgerrechtskommission auf den Amtswechsel hin aufgelöst. Daher brauche es für diese beiden Behörden keine Neuwahlen mehr. Die Aufgaben würden künftig durch Ausschüsse des Gemeinderats erledigt.
Neben den Behörden der politischen Gemeinde werden sicher auch zwei neue Gesichter die evangelisch-reformierte Kirchenpflege komplettieren. Die Namen von Präsidentin Madlaina Zweifel (parteilos) und Vreni Glauser (parteilos) werden nach 22 beziehungsweise acht Jahren in der Behörde nicht mehr auf den Wahlzetteln stehen.
Die Wechsel würden auf den ersten Blick nach viel erscheinen, schreibt der Gemeinderat. Auf den zweiten Blick erwiesen sie sich aber als gesunder Wechsel in den verschiedenen Behörden. (aku)

