Tagtäglich strömten diese Woche Zehntausende Menschen in die vielen Impfzentren im ganzen Land. Vom Personal freundlich empfangen, war die Impfung meist nach nur zehn Minuten verabreicht und im Impfpass festgehalten. Nach einer weiteren Viertelstunde, die nur der Sicherheit wegen allfälliger Nebenwirkungen diente, war der ganze Spuk vorbei – die geimpften Schweizerinnen und Schweizer atmen auf.
Aktuelle Daten des Bundesamts für Gesundheit (BAG) bestätigen: Nach Startschwierigkeiten hat die Schweiz in den vergangenen Wochen ihren Impfturbo gezündet – und all ihre Nachbarländer überholt.
Allein in der letzten Woche verabreichte die Schweiz 80’000 Dosen pro Tag, was umgerechnet 0,9 Dosen pro 100 Einwohner entspricht. Ein Spitzenwert, an den Länder wie Deutschland, Italien, Frankreich oder England nicht herankommen. Nur Impfweltmeister Israel und die USA verabreichten im Februar und April mehr Dosen pro Tag und Kopf als die Schweiz in der letzten Woche. Insgesamt haben in der Schweiz bisher rund 3 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis erhalten.
Reserven werden aufgelöst und direkt verimpft
Der Start verlief harzig: Anfang April lag die Schweiz beim Impftempo noch auf den hinteren Rängen. Selbst Österreich war damals schneller unterwegs. Wie hat es die Schweiz plötzlich auf die Überholspur geschafft? Mehrere Gründe seien dafür verantwortlich, erklärt das BAG.

