Begonnen hat alles 2013 mit einem kasachischen Geldschein im Wert von 500 Tenge – Wert nach heutigem Wechselkurs: kaum mehr als ein Franken. Damit wollte der irische Jurist Thomas John Gallagher einem am Zürichberg wohnhaften Kardiologen beweisen, dass er Gelder von Aliya Nasarbajewa verwalte. Und dass diese bereit sei, in der Schweiz Geld zu investieren. Dazu sei die Hilfe des Arztes willkommen.
Aus diesem Angebot wuchs in den folgenden Jahren ein bizarres Spitalprojekt für Superreiche. Bauort sollte das Steinfabrikareal an bester Zürichseelage in Pfäffikon SZ sein. In seinen Unterlagen nennt der Arzt eine Investitionssumme von bis zu 350 Millionen Franken.
Gallagher, der laut seinem Linkedin-Profil davon lebt, das Geld von «ultrareichen» Personen zu verwalten, hat in der Tat gemeinsam mit der jüngsten Tochter von Ex-Präsident Nursultan Nasarbajew Einsitz im Verwaltungsrat einer Briefkastenfirma im Kanton Schwyz (lesen Sie hiermehr dazu). Wie viel Geld von Aliya Nasarbajewa sich in der Schweiz befindet, und wie viel tatsächlich in das Klinikprojekt floss, ist unklar. Klar ist hingegen: Rund eine Million Franken ging an den Arzt. Dieser verschuldete sich aber immer mehr. Schliesslich betrieben ihn Gallagher und die Briefkastenfirma. Der Traum von der Luxusklinik endete am Montag vor einer Woche mit dem Suizid des Arztes – und einer abgebrannten Villa.
An der exklusiven Wohnlage am Zürichberg hängt noch Tage nach dem Vorfall ein Rauchgeschmack in der Luft. Der Arzt hätte aus der Villa an der Sonnenbergstrasse ausgewiesen werden sollen, weil sie am 22. Oktober 2020 für 5,87 Millionen Franken versteigert worden war, um einen Teil seiner Schulden zu decken.
Anzeige gegen den ehemaligen Freund

