Manchmal ist es deprimierend, die Tage schleichen dahin, einer wie der andere. Dennoch rast die Zeit vorüber wie selten. Vor allem letztes und das angebrochene Jahr, die Spanne seit dieser coronesken Lähmung, die unser Leben beherrscht. Maske auf, Abstand halten, Hände waschen, Menschen meiden, zu Hause sitzen, am Bildschirm arbeiten – der Mantras sind einige, wir haben sie verinnerlicht und sie lähmen dennoch. Immer dasselbe, dieselben ausgetretenen Pfade im täglichen Sein. Doch es scheint, als gäbe es so etwas wie ein Ende, eine Hoffnung auf ein «normales» Leben.
Nehmen wir dann unsere Gewohnheiten wieder auf – aufstehen, zur Arbeit, Samstags putzen und grillen, Sonntags ausschlafen? Die ausgetretenen Pfade?
Wie wäre es, wenn wir den Alltagstrott einmal ändern? Die alten Wegplatten entsorgen und Neues versuchen? Zum Beispiel könnten wir beim Essen nicht immer am gleichen Platz sitzen. Oder den Arbeitsweg variieren. Oder unsere beliebten Gewohnheiten über Bord schmeissen und stattdessen neue Vorlieben entwickeln.
Nach dieser pandemischen Zeit haben wir die Chance, vieles neu zu lernen und unbekannte Wege zu suchen. Ich bin überzeugt, dass es sich lohnt. Das alltägliche Leben hält bestimmt faszinierende Überraschungen bereit. Packen wir’s an. (Guy A. Lang)

