Gemäss Beschreibung im Schweizerischen Handelsamtsblatt SHAB liegt der Zweck der Robert Stahel-Stiftung hauptsächlich in der finanziellen Unterstützung von Jugendlichen in der Gemeinde Turbenthal, die einen Beruf erlernen oder eine höhere Schule besuchen wollen. Das SHAB beruft sich dabei auf die Stiftungsurkunde, die nach Aussage von Stiftungsratspräsident und Turbenthaler Gemeinderat Walter Fehr nicht mehr auffindbar ist.
Wer war eigentlich Robert Stahel? «Genau das habe ich auch versucht herauszufinden», erklärt Fehr. Allerdings blieb er bei seinen Recherchen erfolglos. Etwas Licht ins Dunkel vermag Turbenthals ehemaliger Gemeindeschreiber Walter Stauffacher zu bringen. «Robert Stahel», erinnert sich der heute 91-Jährige, «betrieb ein Chemieunternehmen an der Stelle, wo heute die Turbenthaler Türfabrik steht.»
Ein geschäftiger Unternehmer
Stahel sei Mitte der 1960er Jahre zu ihm gekommen und hätte über die Idee gesprochen, ein Testament zu erstellen. Darin sollte sein Wunsch vermerkt werden, mit einem Teil seines Nachlasses eine Stiftung zu Gunsten Jugendlicher zu gründen. Diese Erinnerung passt zum einzigen Fund Walter Fehrs aus dieser Zeit: Ein verblichenes, kaum noch lesbares Testament aus dem Jahr 1965 mit genau diesem Inhalt.
Walter Stauffacher kann sich auch erinnern, wie Robert Stahel auf Ustermer Gemeindegebiet eine Hühnerfarm führte, wo er spezielle Legehennen züchtete. Diese Farm hatte er wohl von seinen Eltern übernommen.

