«Beiz isch offe», informiert das Baumer Speiserestaurant Bahnhof auf einer Werbetafel an der Hauptstrasse in Dillhaus. Diese drei Worte seien schöner als «Ich liebe dich», steht weiter dazu.
Offen sind seit einem Monat allerdings lediglich die Gartenwirtschaften, was von den Wirten einiges an Kreativität abverlangt. Als am letzten Freitagnachmittag wider erwarten die Sonne schien, bot sich die Gelegenheit für einen Streifzug durch ganz unterschiedliche Restaurants. Im Interesse der Besuche stand, wie sich die Wirte mit der Pandemie-Situation arrangiert haben.
Ein Familienbetrieb
Ausgangspunkt ist die bodenständige Wirtschaft zur Linde in Ober-Langenhard, ein typischer Familienbetrieb, unterstützt von wenigen Aushilfen. Eine Stammtisch-Runde sitzt unter der Linde beieinander. Quer über den Tisch ist eine Schutzwand installiert. Das sieht zwar speziell aus, scheint die Männerrunde aber nicht zu stören. Die Wirtin Christine Maino nimmt sich trotz der Mise-en-place-Vorbereitungen Zeit für ein Gespräch. «Bei schönem Wetter läuft es einfach optimal», erzählt sie.
«Das Angebot lief besser, als die Wirtschaften ganz geschlossen waren.»
Reto Bundi, Wirt «Traube» in Rikon

