«Die bisherigen Massnahmen der Stadt Uster reichen nicht aus, um den Rückgang der Biodiversität zu stoppen», lässt sich Stadtrat Stefan Feldmann (SP) in einer Medienmitteilung zitieren. «Darum hat der Stadtrat ein Biodiversitätskonzept (BIK) beschlossen. Es hat eine Laufzeit von zehn Jahren und ist in sieben Handlungsfelder aufgeteilt.»
Die sieben Handlungsfelder bündeln die Bestrebungen der Stadt Uster, die Biodiversität zu erhalten und zu fördern, heisst es weiter. Die rund 60 Massnahmen des Konzepts reichen von der naturnahen Bewirtschaftung aller städtischen Grünflächen über die Erstellung von Ausstieghilfen für Amphibien bis zur Totholzförderung im Ustermer Wald.
«Ein kleiner finanzieller Aufwand mit einem grossen Nutzen für die Natur.»
Stefan Feldmann (SP), Stadtrat Uster
«Biodiversitätsförderung muss dabei nicht teuer sein, wie unser BIK beweist», sagt Feldmann. Es löst Kosten von insgesamt knapp einer Million Franken aus. Das heisst, die Stadt Uster investiert in den nächsten zehn Jahren jährlich zusätzlich rund 100 000 Franken in die Biodiversitätsförderung: «Ein kleiner finanzieller Aufwand mit einem grossen Nutzen für die Natur.»
Die Stadt Uster hat auf ihrer Website ein Dossier zum Thema Biodiversität aufgeschaltet. Nebst Informationen zum BIK sind dort auch Tipps und weiterführende Links zur Biodiversität zu finden. Als «Startschuss» zur Umsetzung des BIK wird im Juni 2021 auf dem Werkhofareal im Stadthaus West eine Neophyten-Umtausch-Aktion stattfinden. Bei dieser können die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Uster ihre Neophyten aus dem Garten gegen einheimische Stauden umtauschen. Detaillierte Informationen zur Aktion sollen folgen. (dam)

