«Bei einigen Schülerinnen und Schüler sind Freudentränen geflossen, als sie wieder tanzen durften», so beschreibt Margrit Künzi die Wiedereröffnung ihrer Tanzwerkstatt Arabesque in Rikon. Da Künzi vor allem Kinder und junge Erwachsene unterrichtet, durfte sie nach dem ersten Lockdown wieder öffnen, unter Einhaltung des Schutzkonzepts. Die Kinder seien motivierter denn je gewesen, die Tanzwerkstatt sei regelrecht aufgeblüht, erzählt sie.
Länger gedulden musste sich Melanie Hammermüller. Sie betreibt zusammen mit ihrer Kollegin Anika Jakic die Tanzschule am Park in Winterthur und bietet auch Kurse im reformierten Chiletreff in Turbenthal an. Erst seit diesem April ist es ihnen wieder gestattet, Unterricht zu geben. «Uns war klar, dass Tanzen verboten wird. Schwierig war, dass Paartanzen lange zu Kontaktsport gehörte und nicht erlaubt war.»
Tanzen nur mit Maske
Die Freude über das Wiedersehen war gross, die ersten Kurse schnell ausgebucht. Normale Stunden können jedoch nicht durchgeführt werden, denn benötigt werden 25m2 Platz pro Paar und erlaubt sind nur Paare, die im selben Haushalt leben.
Stattdessen gibt es Workshops, um Altes aufzufrischen. Wichtig war Hammermüller, das Grundbedürfnis nach Bewegung erfüllen zu können. «Wir sind im Moment auf Sparflamme. Anfassen dürfen wir die Paare nicht, die Abstandsregeln gelten und es herrscht Maskenpflicht.»

