Die Kiffer-Revolution hat man sich irgendwie anders vorgestellt. Bunter vielleicht. Und sicher ärmer an Powerpoint-Präsentationen. Nur der süssliche Geruch verrät schon am Eingang den Zweck der Anlage in Zeiningen AG: Hier wird Gras angebaut. Im grossen Stil. Und das völlig legal.
Die Pure Holding will die «Cannabis-Landschaft in Europa und weltweit für immer verändern». So steht es jedenfalls auf der Website des Unternehmens. Wie das gehen soll, erläutert Michael Ruckle. Folie um Folie klickt sich der Amerikaner durch eine Präsentation mit vielen Daten und Grafiken.
Ruckle ist Doktor der Biochemie, mit dem stereotypen Bild eines Kiffers hat er wenig gemein. Bevor er zu Pure ins Fricktal kam, forschte der 40-Jährige an der ETH Zürich zu molekularer Pflanzenzüchtung – und kannte die Wirkung von Cannabis fast nur vom Hörensagen.
Heute gerät er ins Schwärmen, wenn er von den Möglichkeiten berichtet, die in den Genen dieser Pflanze schlummern. Wie sich zum Beispiel Hanfsorten züchten liessen, die durch eine feine Ananasnote bestechen und einen intensiven Rausch erzeugen. Oder solche, die herber im Geschmack sind und Schmerzen lindern.
Scharren für den Bundeshanf

