Ein Lachen in lockerer Runde kann heute weitreichende Konsequenzen haben. Das zeigt ein Vorfall rund um den Internetkomiker Zeki, den erfolgreichsten Influencer der Schweiz. Mit seinen Comedy-Clips erreicht dieser mehr als eine Million Zuschauerinnen und Zuschauer.
Im Februar dieses Jahres filmte jemand Zeki in einer Stube unter Freunden, als ihm jemand auf dem Handy einen Clip zeigte. Darauf zu sehen war der homophobe Angriff am Bahnhof Stadelhofen vom Februar, der wenige Stunden zuvor stattgefunden hatte. Zeki, nun ja, lachte und winkte desinteressiert ab.
Das ist deshalb bekannt, weil die Person, die mitgefilmt hatte, den Clip kurz darauf auch ins Netz stellte. Auf diesem Film ist zwar nicht ganz eindeutig zu erkennen, ob Zekis Lachen allein dem Video gilt oder ebenso der Situation im Umkreis seiner Freunde geschuldet ist. Das spielt aber gar keine Rolle.
Fast kam es zum Shitstorm
Wichtig ist, was folgte: Das Video verbreitete sich rasch in den sozialen Medien. Auch durch Alessia Scupola, eine 22-jährige Zürcherin, die auf Instagram LGBTQ-Themen behandelt, also unter anderem solche zu Homosexuellen und Transmenschen. Sie benachrichtige auch Zekis Sponsoren und stellte die für viele ihrer Followerinnen berechtigte Frage, ob ein solches Verhalten von einem Prominenten wie Zeki zu tolerieren sei.

