Es war ein tragischer Unfall, der eine junge Frau mitten aus dem Leben gerissen hat. Am 3. Mai wurde eine 26-Jährige von ihrem Pferd zwischen Stäfa und Hombrechtikon mitgeschleift und starb an den Folgen. Nun gibt es mehr Informationen zu den Hintergründen des Vorfalls.
Anders als zuerst berichtet wurde, handelte es sich nicht um einen Reitunfall. Vielmehr hatte sich die Verstorbene offensichtlich den Strick, mit dem sie das Tier führte, um den Bauch gebunden. «Kurz nach ihrem Tod machte eine Information wie ein Lauffeuer die Runde in der Reiter-Community, die besagte, dass sie sich schon öfter zum Joggen den Führstrick um den Bauch gebunden habe», schreibt ihre Reitlehrerin in einem emotionalen Post auf Facebook. «Es stellte sich heraus: So war es tatsächlich.»
Experten warnen
Davor, einen solchen Führstrick am Körper zu befestigen oder nur schon ums Handgelenk zu wickeln, warnen Pferde-Experten eindringlich, da das Fluchttier Pferd sich unerwartet erschrecken und in der Folge durchgehen kann. Doch der Facebook-Post zeigt auch auf, wie weit verbreitet unbedachtes und dadurch potenziell gefährliches Handeln im Umgang mit Pferden ist.
«Niemand weiss, was sie dazu bewogen hat. Sie war sich der Gefahr sicher bewusst und hat wohl alle Warnungen in ihrer Euphorie und in ihrem tiefen Vertrauen in ihr Pferd unterdrückt», schreibt die Reitlehrerin weiter. In ihrem Schreiben zählt sie auf, welche gefährlichen Situationen im Umgang mit Pferden sie immer wieder beobachtet: etwa im Dunkeln ohne Beleuchtung ausreiten, ohne Helm reiten oder mit Flipflops in den Stall gehen. «Klar, in 99,9 Prozent der Fälle haben diese Leute einfach nur Glück. Aber einer oder in diesem Fall eine ganz tolle junge Frau hat auch mal Pech.»

