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Alice Wassmer übernimmt Leitung des neuen Rangerteams

Ab 2022 sind nicht mehr die Ranger der Greifensee-Stiftung am Pfäffikersee im Einsatz, sondern ein eigenes Team. Dieses wird von Alice Wassmer aufgebaut und geleitet, die heute bereits als Rangerin in der Region tätig ist.

Mit dem Pfäffikersee verbindet Alice Wassmer ein grosses Heimatsgefühl. , Nun übernimmt sie die Leitung des neuen Ranger-Teams am Pfäffikersee. , Alice Wassmer freut sich auf die neue Herausforderung.

Seraina Boner

Alice Wassmer übernimmt Leitung des neuen Rangerteams

Seit Anfang Jahr ist klar: Der Biber hat den Pfäffikersee erreicht. Dass Alice Wassmer, stellvertretende Leiterin der Biberfachstelle, nun ebenfalls an den Pfäffikersee wechselt, ist zwar ein Zufall. «Aber die Parallele freut mich natürlich», sagt sie. Die Rangerin der Greifensee-Stiftung wird ab Oktober die Leitung des neu zu schaffenden Rangerdienstes am Pfäffikersee übernehmen. Das neue Team wird die Arbeit auf den Jahreswechsel aufnehmen, die Greifensee-Stiftung zieht sich zu dem Zeitpunkt zurück.

Wassmer ist seit fünf Jahren als Rangerin in der Region unterwegs. Neben dem Greifensee und dem Pfäffikersee gehört aktuell auch das Neeracherried zu ihren Arbeitsorten. «Aber da ich in Hinwil aufgewachsen bin, habe ich zum Pfäffikersee die engste Beziehung und das grösste Heimatgefühl.» Die Konzentration auf nur noch einen See bedeutet für Wassmer allerdings auch den Abschied von ihrem heutigen Team.

Weniger Verschnaufpausen

«Im Gegensatz zu den anderen Schutzgebieten, wo wir regelmässig im Einsatz sind, ist der Pfäffikersee im Verhältnis zu seiner Grösse einerseits sehr stark besucht», sagt Alice Wassmer. Andererseits befinde sich praktisch das ganze Gebiet um den See in der Naturschutzzone 1 und ist Wasser- und Zugvogelreservat wo für die Menschen die strengsten Regeln gelten. «Dies führt dazu, dass es auf kleinem Raum oftmals sehr viel zu tun gibt.» Im Vergleich dazu sind die Ranger am Greifensee jeweils aufgrund der grossen Distanzen mit dem Velo unterwegs. «Da kann man nach einem schwierigen Gespräch gut auch mal fünf Minuten den Kopf lüften.»

Am Pfäffikersee würden solche Verschnaufpausen zu Fuss kaum drin liegen. «Genau dies wird eine der Herausforderungen als neue Leiterin sein – dem Team trotz dieser Ausgangslage gerecht werden», so Wassmer. Dies sei etwa bei den Arbeitsplänen möglich, wenn zwischen den eigentlichen Rangerdiensten auch mal wieder Tage an einem Infostand eingeplant werden.

 

Gleichzeitig seien es gerade die Gespräche mit den Menschen im Naherholungsgebiet, welche für Wassmer den Reiz ihrer Arbeit ausmachen. «Das ist sowohl das Schwierigste als auch das Schönste am Ranger-Beruf: Die Menschen so gezielt informieren zu können, dass sie sich aus Eigeninteresse an die Regeln im Naturschutzgebiet halten.»

Diese Begeisterung für die Natur weiterzugeben, die sie selber seit Kind auf in sich trägt, ist für die Rangerin ein grosser Ansporn. «Nun freue ich mich darauf, mich noch gezielter mit den Eigenheiten der Pfäffikerseeregion, des grössten Moorgebiets des Kantons, auseinanderzusetzen.» Grundsätzlich gehe es jetzt auch darum, Konstanz zu wahren. «Ab dem neuen Jahr soll von aussen kaum ein Unterschied feststellbar sein, dass nicht mehr das Team der Greifensee-Stiftung am Pfäffikersee im Einsatz ist.» Neu wird sie direkt beim Naturzentrum Pfäffikersee angestellt sein.

Abschied von der Biberfachstelle

Doch sowohl der Abschied von den Arbeitskollegen der Greifensee-Stiftung, als auch von den anderen Gebieten falle ihr schwer, gesteht sie ein. Vor allem die Arbeit in der Biberfachstelle sei ihr ans Herz gewachsen. «Dort weiter im Einsatz zu sein, wäre organisatorisch unmöglich gewesen.»

Die neue Stelle und die Leitungsfunktion sei für sie auf jeden Fall eine berufliche Weiterentwicklung, eine Herausforderung, auf die sie sich freue. «Der Wechsel erfolgt mit dem bekannten lachenden und weinenden Auge.»

Alice Wassmer ist 29 Jahre alt und wohnt mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Deutschland, gerade einmal 500 Meter von der Schweizer Grenze entfernt in der Nähe von Rafz. Während ihrem Studium zur Umweltingenieurin hat sie regelmässig in der Naturstation Silberweide gearbeitet und so den Einstieg in die Arbeit der Ranger gefunden. Seit dem Sommer 2016 ist sie Teil des Rangerteams der Greifensee-Stiftung und derzeit noch stellvertretende Leiterin der kantonalen Biberfachstelle.

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