Seit Anfang Jahr ist klar: Der Biber hat den Pfäffikersee erreicht. Dass Alice Wassmer, stellvertretende Leiterin der Biberfachstelle, nun ebenfalls an den Pfäffikersee wechselt, ist zwar ein Zufall. «Aber die Parallele freut mich natürlich», sagt sie. Die Rangerin der Greifensee-Stiftung wird ab Oktober die Leitung des neu zu schaffenden Rangerdienstes am Pfäffikersee übernehmen. Das neue Team wird die Arbeit auf den Jahreswechsel aufnehmen, die Greifensee-Stiftung zieht sich zu dem Zeitpunkt zurück.
Wassmer ist seit fünf Jahren als Rangerin in der Region unterwegs. Neben dem Greifensee und dem Pfäffikersee gehört aktuell auch das Neeracherried zu ihren Arbeitsorten. «Aber da ich in Hinwil aufgewachsen bin, habe ich zum Pfäffikersee die engste Beziehung und das grösste Heimatgefühl.» Die Konzentration auf nur noch einen See bedeutet für Wassmer allerdings auch den Abschied von ihrem heutigen Team.
Weniger Verschnaufpausen
«Im Gegensatz zu den anderen Schutzgebieten, wo wir regelmässig im Einsatz sind, ist der Pfäffikersee im Verhältnis zu seiner Grösse einerseits sehr stark besucht», sagt Alice Wassmer. Andererseits befinde sich praktisch das ganze Gebiet um den See in der Naturschutzzone 1 und ist Wasser- und Zugvogelreservat wo für die Menschen die strengsten Regeln gelten. «Dies führt dazu, dass es auf kleinem Raum oftmals sehr viel zu tun gibt.» Im Vergleich dazu sind die Ranger am Greifensee jeweils aufgrund der grossen Distanzen mit dem Velo unterwegs. «Da kann man nach einem schwierigen Gespräch gut auch mal fünf Minuten den Kopf lüften.»
Am Pfäffikersee würden solche Verschnaufpausen zu Fuss kaum drin liegen. «Genau dies wird eine der Herausforderungen als neue Leiterin sein – dem Team trotz dieser Ausgangslage gerecht werden», so Wassmer. Dies sei etwa bei den Arbeitsplänen möglich, wenn zwischen den eigentlichen Rangerdiensten auch mal wieder Tage an einem Infostand eingeplant werden.

