Eigentlich sah es aus, als sei das Schlimmste vorbei. Die Schweiz und viele andere Länder machen beim Impfen Fortschritte, erste Länder öffnen sich wieder. Ferien scheinen bald wieder möglich. Airlines beginnen, ihre parkierten Flugzeuge zu reaktivieren. Doch bei Swiss war der 6. Mai für viele Mitarbeitende wohl der schlimmste Tag ihrer Karriere. Bis zu 780 Kündigungen wird das Management aussprechen, weil es erwartet, dass die Nachfrage vor allem bei den lukrativen Geschäftskunden auch in Zukunft um 20 Prozent unter Vor-Pandemie-Niveau liegen wird. Nach der Hiobsbotschaft brachen Swiss-Mitarbeitende in Tränen aus.
Es sind Szenen, wie sie sich bei vielen Airlines weltweit abspielen und noch abspielen werden. Denn was die Entwicklung der Luftfahrtbranche angeht, haben sich die Fluggesellschaften wie so viele andere auch zu Beginn der Pandemie massiv verschätzt. Der Aufschwung kommt später und ist weniger steil als zuerst erhofft.
Nach der schlimmsten Krise ihrer Geschichte wird die Luftfahrt eine andere sein. Und das werden auch Passagiere zu spüren bekommen.
Weniger Auswahl
Nach der Arbeit am Freitag auf einen Weekendtrip nach Spanien? Für einen Tag Shopping nach London? Oder morgens zum Businesslunch nach Paris und am Abend wieder zurück? Das alles war vor der Pandemie möglich und wurde auch gemacht. Doch ermöglicht wurden die ultraspontanen Kurztrips und Lunch-Ausflüge auch durch eine riesige Auswahl an täglichen Flügen.

