Politik

Dübendorfer Stadtrat lässt Lohngleichheit überprüfen

Frauen verdienen in der Dübendorfer Stadtverwaltung zwar weniger als Männer, gemäss Auswertung liegt der Unterschied aber innerhalb der «statistischen Toleranzschwelle». Das hat eine externe Untersuchung ergeben.

Dübendorfer Stadtrat lässt Lohngleichheit überprüfen

Weibliche Angestellte auf der Stadtverwaltung verdienen im Durchschnitt 7,1 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Das hat eine externe Untersuchung gegeben, die der Stadtrat in Auftrag gegeben hat. Dies vor dem Hintergrund, dass gemäss Gleichstellungsgesetz Betriebe mit über hundert Arbeitnehmenden verpflichtet sind, interne Analysen der Löhne durchzuführen.

Werden die städtischen Mitarbeiterinnen also diskriminiert? Gemäss einer Mitteilung des Stadtrats nicht; die Verwaltung erfülle die Anforderungen an Lohngleichheit – vergleichbare Arbeit werde vergleichbar entlöhnt, heisst es.

Von der Differenz von 7,1 Prozent liessen sich 5,5 Prozent durch «persönliche Qualitätsmerkmale» erklären. Darunter fallen etwa Ausbildung, Alter oder «potenzielle Erwerbserfahrung». Ebenfalls eine Rolle spielten sogenannte arbeitsplatzbezogene Faktoren, worunter gemäss Mitteilung das betriebliche Kompetenzniveau und die berufliche Stellung fallen.

Stadtrat: «Anforderungen erfüllt»

Bleibt ein nicht erklärbarer Lohnunterschied von 1,6 Prozent, mit dem die statistische Toleranzschwelle des Bundes von 5 Prozent laut Stadtrat «sehr gut eingehalten» werde.

Gemäss dem Eidgenössischen Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann wurde diese Schwelle festgelegt, um «dem potenziellen Einfluss allfällig vorhandener weiterer unternehmensspezifischer, objektiver, nichtdiskriminierender Faktoren Rechnung zu tragen».

Der Stadtrat kommt zum Schluss, «dass zwischen Frauen und Männern gemäss Standard-Analysemodell keine statistisch gesicherte unerklärte Lohndifferenz im engeren Sinne besteht». Damit würden die Anforderungen an die Lohngleichheit gemäss Gleichstellungsgesetz erfüllt. (tba)

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