Die Zuversicht steigt, dass in der Schweiz bald alle einen Impftermin buchen können. Bis Ende Mai werden in der Schweiz nach aktuellsten Informationen weit über 2 Millionen Impfdosen erwartet. Davon werden gemäss Verteilschlüssel mindestens 400 ’ 000 in den Kanton Zürich gehen. Etliche Kantone haben deshalb ihre Zurückhaltung aufgegeben, im Kanton Waadt werden bereits die 18-Jährigen geimpft.
Im Kanton Zürich ist das anders. Im Vergleich mit dem Rest der Schweiz sinkt bei uns das Impftempo. Anfang letzter Woche wurden pro Tag ungefähr 10 ’ 000 Impfdosen verabreicht. Dann gingen die Zahlen Mitte Woche stark zurück. Übers Wochenende wurde weni g g eimpft , und am Dienstag waren es 57 00 Personen, obwohl im Kanton Zürich gemäss Daten aus dem Bundesamt für Gesundheit noch rund 130 ’ 000 Impfdosen vorrätig wären.
Die Sprecherin der Gesundheitsdirektion, Lina Lanz, begründet die sinkenden Impfzahlen mit verspäteten Datenlieferungen aus den «Impforten». Die effektive Anzahl der Impfungen sei höher, beteuert sie. Sie werde sich nach der Erfassung aller Daten nach oben korrigieren.
Zu den hohen Lagerbeständen, die immer wieder kritische Fragen aufwerfen, will sich die Gesundheitsdirektion nicht konkret äussern. Der Bestand ändere sich täglich, da jede Woche neue Impfdosen einträfen. Man könne aber mit den Reserven Lieferverzögerungen von ein bis zwei Tagen auffangen, damit keine Termine verschoben werden müssten, teilte Lanz mit. Neu eingetroffene Impfdosen würden am Folgetag an die Impfzentren und an die Ärzte ausgeliefert.
Zürich hofft auf «zuverlässige» Lieferungen

