Das Ustermer Werkheim will ein Gewerbezentrum bauen, um mehr Menschen mit Beeinträchtigungen in die Arbeitswelt zu integrieren. Vergangenes Jahr kaufte das Ustermer Heim dafür eine Liegenschaft im Loren-Quartier. «Vor wenigen Wochen ist die Rekursfrist für das Bauvorhaben ohne Einsprache abgelaufen, so dass im Juni der Innenausbau des Gebäudes starten kann», sagt der Gesamtprojektleiter Daniel Dietrich.
Bisher sei alles ohne grössere Zwischenfälle verlaufen, aber bei den anstehenden Bauarbeiten könne immer etwas schief gehen, sagt Dietrich. Er zeigt sich jedoch gegenüber der Realisierung des Projekts optimistisch: «Wir sind voll auf Kurs. Wir planen, das Mehrwerk im Januar 2022 in Betrieb zu nehmen.»
Mehr Integration durch örtliche Nähe
«Das Ziel ist es, Menschen mit höherem Unterstützungsbedarf in den Arbeitsalltag zu integrieren», sagt Dietrich. Dies geschehe vor allem durch die im « Mehrwerk » eingemieteten Firmen und den daraus entstehenden Berührungspunkten. Der Innenausbau sei so geplant, dass viele Kontakte hergestellt werden können und die Barrieren zwischen den Unternehmen so tief wie möglich gehalten werden. Von diesem Austausch, ist Dietrich überzeugt, würden alle profitieren.
Man wolle einerseits Menschen mit Beeinträchtigungen in die Produktionsabläufe der eigemieteten Firmen integrieren, andererseits aber auch Dienstleistungen für diese anbieten. Durch die örtliche Nähe der Partnerfirmen könnten auch Personen mit höherem Unterstützungsbedarf in die Prozesse integriert werden, sagt Dietrich. «Die Angestellten können in der Partnerfirma arbeiten und gleichzeitig von uns angemessen betreut werden.»

