In Zürich- Altstetten ist einigen Eltern der Kragen geplatzt. Ihre Kinder, die an der Kantonsschule im Stadtquartier Wiedikon die Prüfung ans Langzeitgymi bestanden haben, werden umgeteilt nach Urdorf, in die Kantonsschule Limmattal. Grund: Wiedikon ist voll.
Die Eltern wissen zwar, da s s s olche Umteilungen möglich sind , weil d ie freie Schulwahl im Kanton Zürich durch die Platzzahl an den Schulen beschränkt wird . Doch das kann den Ärger der Altstetter Eltern nicht mi n dern. Denn in Wiedikon wurden Kinder aus dem Nobelvorort Uitikon aufgenommen, während ihre Kinder nun aufs Land fahren müssen
Protest im Parlament
Vergangene Woche haben im Stadtparlament die Altstetter Gemeinderäte Markus Baumann (GLP), P ërparim Avdili (FDP) und Pascal Lamprecht (SP) ein e Erklärung verlesen . Die Kantonsschule Wiedikon habe ihre «Informationspflicht massiv vernachlässigt», sagte Baumann . «Es ist nicht bekannt, dass ein ganzes Quartier in einen Nachbarbezirk ausgegliedert wurde und Schülerinnen und Schüler aus einer Nachbargemeinde den Vorzug erhielten.»
Das s ei in der Tat nicht alltäglich, bestätigt Andrea Emonds von der Kantonsschule Zürcher Unterland in Bülach. Sie koordiniert seit Jahren die Umteilungen von Schülerinnen und Schülern im ganzen Kanton. «Wir versuchen jeweils zu verhindern, dass Kinder aus der Stadt auf s Land umgeteilt werden.» Doch dieses Jahr sei es nicht anders möglich gewesen.

