ZO Medien gewinnen Ausschreibung mit dem «Glattaler»
In einem Postulat hatten Gemeinderat Patrick Walder und 23 Mitunterzeichnende den Dübendorfer Stadtrat eingeladen, das amtliche Publikationsorgan neu auszuschreiben. Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus Vertretungen des Stadtrats, der Verwaltung sowie der Parteien hatte daraufhin einen Kriterienkatalog erarbeitet und das Publikationsorgan neu ausgeschrieben.
«Glattaler» weiterhin unter Aufsicht
11.12.2018

Neuausschreibung Dübendorfer «Amtliche»
Der Gemeinderat will das Druckmittel gegenüber dem «Glattaler» aufrechterhalten: Die Stadt Dübend Beitrag in Merkliste speichern Bis zum Ablauf der Eingabefrist sind zwei Angebote eingegangen: Eines der Zürcher Oberland Medien AG (ZO Medien) als bisherige Herausgeberin des «Glattalers» sowie ein Angebot eines Unternehmens aus der Innerschweiz, wie der Dübendorfer Stadtrat am Montagnachmittag mitteilte.
195’000 statt 270’000 Franken
Die Auswertung der Angebote erfolgte wiederum durch die vom Stadtrat eingesetzte Arbeitsgruppe, unterstützt durch das externe Beratungsunternehmen Dimedio aus Uster. Das Angebot der ZO Medien habe eine deutlich höhere Punktzahl als die Offerte des Mitbewerbers erreicht, schreibt der Stadtrat.
«Gegenüber dem heutigen «Glattaler» gibt es zahlreiche Verbesserungen.»
Dübendorfer Stadtrat
Vom ausgeschriebenen Kostendach von 270’000 Franken pro Jahr beanspruche das Medienhaus einen Betrag von 195’000 Franken. Damit offeriert die ZO Medien der Stadt Dübendorf das Publikationsorgan zum besten Preis-Leistungsverhältnis, weshalb der Zuschlag klar an die bisherige Herausgeberin zu erteilen war.
Gleiche Herausgeberin, neuer «Glattaler»
Die Stadt lobt das Unternehmen: «Es hat der Stadt ein Paket zugesichert, welches gegenüber dem heutigen ‹Glattaler› zahlreiche Verbesserungen bietet». So werde die Berichterstattung über Dübendorf durch zusätzliche Seiten deutlich ausgebaut.
Auch die Vereine und die Parteien erhielten mehr Raum für ihre eingesandten Inhalte. Weiter werde der Umfang der Leserbriefe deutlich erhöht und die Dübendorfer Variante des «Glattalers» werde stets mit den Dübendorfer Seiten beginnen sowie ein Schwerpunktthema aus Dübendorf behandeln. Schliesslich erhalte das Blatt neuerdings eine eigene, modernisierte Website.
Parlament entscheidet über Kredit
«Der Stadtrat ist überzeugt, dass die Dübendorfer Bevölkerung mit dieser neuen Lösung aus dem Hause ZO Medien ein lokal verankertes Publikationsorgan mit zeitgemässen Medienkanälen zu einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis erhalten wird», schreibt der Stadtrat.
In einem nächsten Schritt werde er dem Gemeinderat einen Kreditantrag für den jährlichen Beitrag an das Publikationsorgan stellen. Stimmt das Parlament dem Antrag zu, wird mit der ZO Medien ein Vertrag abgeschlossen. Ab dem 1. Januar 2022 würde der «Glattaler» dann in seiner neuen Form erscheinen.
Weiterhin starke Politberichterstattung
Bei den ZO Medien zeigt man sich auf Anfrage zufrieden über den Entscheid: «Wir freuen uns, dass die Stadt Dübendorf weiterhin auf den Glattaler als amtliches Publikationsorgan setzt.» Co-Chefredaktor Malte Aeberli verspricht: «Wir werden mit bewährten Kräften und neuem Elan die Stadt Dübendorf und das Leben in der Region journalistisch begleiten.»
Man setze weiterhin auf eine starke Politberichterstattung und man wolle die Menschen stärker ins Zentrum rücken. (zo)

