Das Gurtenfestival, das Paléo, das Open Air St. Gallen – alles abgesagt. Viele grosse Festival- und Eventorganisatoren haben für den Sommer 2021 bereits das Handtuch geworfen. Andere schwanken zwischen Hoffen und Bangen. Für sie gibt es nun einen Silberstreifen am Horizont. Am Mittwoch wird der Bundesrat den Kantonen einen Vorschlag machen, unter welchen Bedingungen Grossveranstaltungen in den nächsten Monaten wieder möglich sein sollen. Die Kantone können sich bis zum 5. Mai dazu äussern.
Massgeblich für Lockerungen sind natürlich Fortschritte bei der Impfkampagne und eine positive Entwicklung der epidemiologischen Lage. Hinzu kommt, dass Events strenge Schutzkonzepte befolgen müssen und nur von geimpften, negativ getesteten und genesenen Personen besucht werden können. Doch trotz dieser strengen Vorgaben wirkt das Lockerungsszenario von Gesundheitsminister Alain Berset ambitioniert.
In drei Schritten zum Mega-Event
Der Plan sieht drei Phasen vor. Schon ab Mitte Mai, also in gut drei Wochen, sollen die Kantone einzelne Bewilligungen erteilen können für Events mit bis zu 1000 Besucherinnen und Besuchern. Diese Pilotanlässe sollen dazu dienen, festzustellen, ob die Schutzkonzepte funktionieren. Etwa, ob die Kontrolle der Impf-, Test- und Genesungsnachweise im Eingangsbereich der Veranstaltungen den Praxistest besteht. Die Erkenntnisse sollen dann bei den nächsten Öffnungsschritten berücksichtigt werden.
In einer zweiten Phase ab dem 1. Juli könnten Veranstaltungen mit bis zu 5000 Personen möglich sein. Allerdings gelten weiterhin verschiedene Auflagen, welche die Kantone bei der Bewilligung der Anlässe berücksichtigen müssen.

