Motocross Schlatt muss erneut abgesagt werden
Obwohl der Bundesrat am 14. April einige Lockerungen beschlossen hat, kann der Moto-Club Wila auch dieses Jahr das Motocross in der Gemeinde Schlatt nicht durchführen. Das schreibt der Club in einer Mitteilung. Das Motocross hätte am 24./25. April über die Bühne gehen sollen. Schon letztes Jahr fiel es der Corona-Pandemie zum Opfer.
«Die vom Bundesrat angekündigten Lockerungen lassen zwar einen gewissen Interpretationsspielraum zu, für einen Anlass unserer Grösse reicht es jedoch ohne weitere Abklärungen nicht. Und die Zeit für diese Abklärungen haben wir nun nicht mehr», wird das Organisationskomitee in der Mitteilung zitiert.
Der Grund der Absage ist, dass Aussenveranstaltungen mit maximal 15 Akteuren und 100 Zuschauern zwar wieder erlaubt sind. Doch: «Wir hätten am Samstag und Sonntag je zweimal 160 Akteure nur schon ohne Betreuer und je zweimal 50 Helfer, Funktionäre und so weiter», erklärt OK-Präsident Beat Ganz. Dies sei das entscheidende Kriterium.
Abklärungen mit dem BAG
Die beiden Landesverbände – der Schweizerische Auto- und Motorradfahrer-Verband (SAM) und Federation Motocycliste Suisse (FMS) – klären derzeit mit Swiss Olympic beim Bundesamt für Gesundheit (BAG) ab, in welche Kategorie Motocross fallen würde. Aktuell gelte es als Individualsport mit nicht einhaltbarem Eigenabstand, besonders bei Rennen, und ist deshalb nicht möglich. «Die Zeit, um die Sportart allenfalls in eine tolerable Kategorie zu definieren, sprich eine verbindliche Stellungnahme des BAG, können wir nicht abwarten», sagt Beat Ganz weiter.
Bis zuletzt hofften die Verantwortlichen, dass mindestens eine Austragung ohne Publikum und ohne Festwirtschaftsbetrieb möglich wäre. Doch nun ziehen sie die Notbremse. Ausserdem bedankt sich das Organisationskomitee in der Mitteilung bei allen Helferinnen und Helfern sowie Sponsoren für die angebotene Unterstützung. «Es bleibt die Hoffnung, dass nächstes Jahr der grösste Anlass im Jahresprogramm des Moto-Club Wila wieder möglich sein wird.» (zo)

