289’000 Liter pro Sekunde strömen gerade den Rheinfall runter. Tosende Action. Im Vordergrund an Land sitzt Thomas Mändli zusammen mit seinen beiden wichtigsten Mitarbeitern, Marketingchef Stephan Pagnoncini und Küchenchef Renato Pedroncelli , in seinem leeren Restaurant und hört stumm und bewegungslos Alain Berset zu. Der Bundesrat redet lange , spricht von vielem, nur von einem nicht: w ann die Terrassen aufgehen. «Für uns ist dies das Entscheidende», sagt der Schaffhauser Gastronom ungeduldig. «Wann?! Wir müssen planen können – mit Vorlaufzeit.»
Und dann sagt es Berset – auf Französisch. «Lundi.» Mändli rückt näher an den Bildschirm, um besser hören zu können. Kommenden Montag also. Dann geht es für den Gastronomen los. Die Rechnerei beginnt.
300 Aussenplätze hat die Rheinfall-Gastronomie-Gruppe. 25 Mitarbeiter müssen aktiviert werden , Bewegungsabläufe geübt, vieles vorbereitet, einiges vorgekocht werden. 35 Liter Sauce für die Bolognese. Das Pommes- f rites-Lager ist bereits voll. Über Ostern gingen via Take-away 500 Kilo weg. Sie rechnen mit einem grossen Hunger der Gäste nächste Woche.
«Es waren lange Monate»
Nach Monaten d es Beinahe-Stillstands bewegt sich also nun wieder etwas im Gastrobetrieb direkt am tosenden Naturspektakel. Take- a way machen sie hier am Rheinfall schon lange. Am Montag werden sie die ersten 60 Aussenplätze einrichten. «Wir beginnen langsam», sagt Thomas Mändli nüchtern. Freude, Jubel ? Fehlanzeige. Küchenchef Pedroncelli, der auch Präsident von Gastro Schaffhausen ist, ergänzt: «Isch öppis, und doch n üt .»

