Der Plan hört sich wie die viel zitierte eierlegende Wollmilchsau an: Der Kanton kündigte am Mittwoch ein Vorprojekt an, welches die Limmat zwischen Stadtgrenze und Dietikon attraktiver für die Menschen machen, Tieren und Pflanzen naturnaheren Lebensraum bieten und besseren Hochwasserschutz garantieren soll.
Wolfgang Bollack, Mediensprecher der Baudirektion, entgegnet darauf: «Es ist tatsächlich ein ambitioniertes Projekt.» Doch moderner Flussbau bestehe immer aus diesem Dreiklang. «Wir wollen der Natur etwas zurückgeben, doch auch der Mensch soll profitieren: vom attraktiven Erholungsraum und von mehr Schutz vor Hochwasser.»
Hier entstehen 3,2 Kilometer naturnahe Limmat
Das Projekt betrifft den Flussraum zwischen der Autobahnbrücke an der Stadtgrenze und der Überlandbrücke in Dietikon.
Konkret wird der Flussraum zwischen der Stadtgrenze (bei der Autobahnbrücke) und der Brücke an der Grenze zwischen Schlieren und Dietikon aufgeweitet. Auf diesen gut drei Kilometern wird der Fluss aus dem starren Korsett, das man ihm vor gut hundert Jahren verpasst hat, befreit. Dadurch soll eine naturnahe Flusslandschaft entstehen, die sich je nach Wasserstand verändert.

