Wer einmal in einen Regenbogen eintauchen will, kommt diesem Gefühl wohl am nächsten, wenn er das Gewächshaus von David Frey an einem sonnigen Tag betritt. In Fehraltorf züchtet er Speiseblumen, die er an einen Grossverteiler weiterverkauft und die dann in der Gastronomie landen.
In aberhunderten von Töpfen reihen sich gelbe an violette an blaue Veilchen, daneben strahlen Margeriten in rot, gelb, begleitet von vielen weiteren Blumenarten wie etwa roten Gänseblümchen. Die Luft ist gesättigt von einem süssen Duft. Hier im Treibhaus ist Frey fast täglich zu finden – egal ob Werktag oder Wochenende. Denn die Pflege der Pflanzen ist für ihn Chefsache.
Zum Verpacken der Blüten hat er zwar ein paar Angestellte, das Zurückschneiden und Aussortieren bewältigt Frey jedoch alleine. «Ich bin heikel, was meine Pflanzen angeht», gibt der Blumengärtner zu, während er einen Veilchentopf in den Händen hält und alle Blüten abschneidet. Diese werden jedoch nicht auf einem Teller in einem Restaurant landen, sondern auf dem Kompost.
Nur rund zehn Prozent aller Blüten werden auch tatsächlich verkauft. «Jetzt lichte ich die Pflanze aus, bevor sie später in einen grösseren Topf umgepflanzt wird und dort noch zahlreichere Blüten produziert.» Das Auslichten beuge auch Krankheiten vor. Hunderte von kleinen Blumentöpfen wieder und wieder in die Hand zu nehmen, möge für manche Personen zu monoton sein. Für ihn sei es jedoch Entspannung.

