Der 24. April ist im Kalender der Kantonspolizei St. Gallen rot angestrichen. Dann wollen Corona-Protestler nach Rapperswil-Jona kommen. «Die Kantonspolizei plant zurzeit den Einsatz», sagt Mediensprecher Florian Schneider. Und dies, obwohl der Stadtrat von Rapperswil-Jona den Organisatoren vom Verein «Stiller Protest» gar keine Bewilligung erteilt hat.
Massnahmengegner foutieren sich aber um solche Entscheide. Das zeigte sich letzten Samstag im Kanton Uri: Rund 500 Personen versammelten sich ohne Bewilligung vor dem Tell-Denkmal in Altdorf. Wegweisungen der Polizei wurden missachtet, Maske trugen nur die wenigsten.
Verein hofft auf Dialog
Der Verein «Stiller Protest» will nun ausgerechnet aufgrund der Geschehnisse in Uri, dass der Stadtrat von Rapperswil‑Jona seinen Entscheid nochmals überdenkt: «Altdorf hat gezeigt, dass sich viele Menschen nicht von den Behörden um ihre verfassungsrechtlich geschützten Rechte bringen lassen. Die Menschen erobern sich ihre Freiheit zurück», schreibt der Verein in einer Medienmitteilung.
Der Vorstand des Vereins «Stiller Protest» habe beim Stadtrat einen erneuten Antrag auf Bewilligung der Corona-Demonstration am 24. April eingereicht. Und wirft der Behörde vor, dass sie versuche, die Grundrechte der Massnahmengegner einzuschränken. Man hoffe, dass die Stadt Rapperswil den demokratischen Dialog mit dem Verein suche und die geplante Veranstaltung gesetzeskonform bewilligen werde.

